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Garagenboden-Kompass
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Normen-Glossar

Normen, Regeln und Fachbegriffe, die in unseren Ratgebern zum Garagenboden, zu Feuchte und zur Dämmung der Garage vorkommen – kurz erklärt. Maßgeblich ist immer die aktuelle Fassung beim jeweiligen Herausgeber und das technische Merkblatt des konkreten Produkts.

Boden und Beschichtung

Epoxidharz (EP)
Zweikomponentiges Reaktionsharz, hart und abriebfest, eher spröde. Vergilbt unter UV-Licht. Häufig als Grundierung und Hauptschicht eingesetzt; Epoxidharze und ihre Härter gelten als starke Kontaktallergene.
Polyurethan (PU)
Zäh-elastisches Reaktionsharz, je nach System rissüberbrückend. Aliphatische PU-Versiegelungen sind lichtecht. Bei der Verarbeitung feuchteempfindlich, weil Isocyanat mit Wasser reagiert und Blasen bildet.
Polyaspartic
Aliphatisches, als lichtecht geltendes Harzsystem mit sehr kurzer Verarbeitungszeit – typisch für Ein-Tages-Systeme von Fachbetrieben, für Ungeübte kaum sauber zu verarbeiten.
Aliphatisch / lichtecht
Bezeichnet Harze, die unter Sonnenlicht nicht vergilben. Wichtig für Bereiche am offenen Garagentor.
Zementschlämme
Weiche, mehlige Oberschicht vieler Betonböden. Sie muss vor dem Beschichten mechanisch entfernt werden, sonst haftet die Schicht auf einer Schwachstelle.
Folientest
Einfacher erster Hinweis auf Feuchte aus der Bodenplatte: PE-Folie rundum dicht abkleben, ein bis zwei Tage warten. Feuchte unter der Folie kommt aus dem Beton. Ersetzt keine Messung.
Haftzugprüfung (DIN EN 1542)
Prüfverfahren, bei dem ein Stempel auf den Untergrund geklebt und abgerissen wird. Den geforderten Mindestwert legt der Hersteller des Beschichtungssystems fest.
OS 8 / OS 11
Bezeichnungen aus dem Regelwerk für Oberflächenschutzsysteme auf Beton, gedacht für Parkhäuser und Tiefgaragen: OS 8 starr, OS 11 rissüberbrückend. In der Privatgarage ein Qualitätsindiz, keine Pflicht.
Diisocyanate / Verordnung (EU) 2020/1149
PU- und Polyaspartic-Systeme enthalten Diisocyanate. Seit August 2023 gilt in der EU eine Schulungspflicht für gewerbliche und industrielle Verwender. Privatleute sollten das Sicherheitsdatenblatt lesen, gut lüften und Haut und Augen schützen.

Rutschhemmung

ASR A1.5 „Fußböden“
Technische Regel für Arbeitsstätten der BAuA. Sie stuft Garagen ohne Witterungseinfluss mit R 10 ein, Garagen mit Witterungseinfluss mit R 11 oder R 10 mit Verdrängungsraum V 4. Für Privatgaragen gibt es keine gesetzliche Vorgabe; die ASR ist eine brauchbare Orientierung.
R-Gruppe (R 9 bis R 13)
Bewertungsgruppe der Rutschhemmung, ermittelt auf der schiefen Ebene; die ASR A1.5 verweist dafür auf DIN EN 16165.
Verdrängungsraum (V 4)
Hohlraum unter der Gehebene, der Flüssigkeit oder Schmutz aufnimmt, damit die Oberfläche griffig bleibt.

Feuchte und Bauphysik

Taupunkt
Temperatur, bei der Luft ihren Wasserdampf nicht mehr halten kann. Jede Oberfläche, die kälter ist, wird nass. Beispiel: Bei 20 °C und 60 Prozent relativer Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei rund 12,0 °C (Magnus-Näherungsformel).
Relative und absolute Luftfeuchte
Die relative Feuchte sagt, wie viel Prozent der möglichen Wassermenge die Luft enthält; die absolute Feuchte die tatsächliche Wassermenge pro Kubikmeter. Fürs Lüften zählt die absolute Feuchte innen und außen.
DIN 4108-2
Norm zum Mindestwärmeschutz. Sie setzt für die Vermeidung von Schimmel bei einer dauerhaften Oberflächenfeuchte von 80 Prozent an – bei 20 °C Raumluft und 50 Prozent Feuchte entspricht das einer Oberflächentemperatur von rund 12,6 °C.
Thermische Hülle
Gedachte Linie um alle beheizten Räume. Bei einer unbeheizten, angebauten Garage verläuft sie an der Trennwand und an einer Decke unter Wohnräumen, nicht am Garagentor.
Wärmebrücke
Stelle, an der Wärme schneller abfließt als in der Fläche – an angebauten Garagen typischerweise der Fuß der Trennwand, der Deckenrand und die Verbindungstür.
Garagenverordnungen der Länder
Regeln unter anderem Lüftungsöffnungen und Brandschutz von Garagen. Sie unterscheiden sich je Bundesland; im Zweifel bei der Bauaufsicht nachfragen.

Gesetz und Förderung

Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
Seit Juli 2026 der Name des früheren Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Gilt für beheizte oder gekühlte Gebäude; eine unbeheizte Garage fällt für sich genommen nicht darunter, wohl aber die angrenzenden Bauteile des Wohnhauses.
§ 36 GModG und Anlage 7
Wird ein Bauteil wie die Wand gegen die unbeheizte Garage ersetzt oder bekleidet, gilt für Wohngebäude ein Höchstwert von U = 0,30 W/(m²·K). Ausgenommen sind Änderungen bis zehn Prozent der Fläche der jeweiligen Bauteilgruppe.
§ 39 GModG
Anforderungen an Erweiterung und Ausbau, etwa wenn die Garage zum beheizten Raum wird: Der spezifische Transmissionswärmeverlust der neuen Außenbauteile darf das 1,2-Fache des Referenzgebäudes nicht überschreiten; ab mehr als 50 Quadratmetern zusätzlicher Nutzfläche ist der sommerliche Wärmeschutz nachzuweisen.
U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient in W/(m²·K): Je kleiner, desto weniger Wärme geht durch das Bauteil.
BEG-Einzelmaßnahme (BAFA)
Zuschuss für Maßnahmen an der Gebäudehülle, darunter Decken und Wände gegen unbeheizte Räume: 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben, Antrag vor Beginn der Arbeiten, Einbindung einer Energieeffizienz-Expertin oder eines -Experten.
TMA
Technische Mindestanforderungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Gefördert wird nur, was diese Werte erfüllt.
iSFP-Bonus
Zusätzliche 5 Prozent mit individuellem Sanierungsfahrplan – laut BAFA erst ab förderfähigen Ausgaben von 30.000 Euro bei einer Wohneinheit und nur auf den Betrag darüber.
§ 35c EStG
Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen am selbst bewohnten Gebäude, das älter als zehn Jahre ist: je 7 Prozent im Jahr des Abschlusses und im Folgejahr, 6 Prozent im übernächsten Jahr, höchstens 40.000 Euro je Objekt. Nicht mit einer öffentlichen Förderung kombinierbar.
Partner

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MONTHERA – Newton HydroTech Baustoffhandel & Dienstleistungen

Bauchemie für Profis: mineralische Bauwerksabdichtung und Sanierung – Kellerabdichtung, Bodenplatten & Fundamente, Balkone & Terrassen, Betonschutz & Instandsetzung, Mauerwerk & Putzsysteme, Spezialmörtel & Dichtschlämmen, trinkwassergeeignete Systeme.

MONTHERA dichtet Bauwerke im Erdreich ab und saniert sie, PScoat sorgt mit 1 mm Dämmputz zusätzlich für die Wärmebilanz der Fassade – zwei Technologien, ein gemeinsames Ziel.

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